Büchenberg bei Wernigerode
Der Harz war bekanntlich reich an Bodenschätzen, insbesondere an Erzen, die über und unter Tage gefördert wurden. Die Geschichte des Bergbaus im Elbingeroder Raum reicht etwa 1000 Jahre zurück und florierte vor allem im 16. und 17. Jahrhundert. Zunächst förderte man die wertvollen Erze über Tage bis zu einer Tiefe von etwa 50 Metern. Als die Vorkommen dort weitgehend erschöpft waren, grub man Stollen, die jedoch zunächst nur der Entwässerung dienten. Als man jedoch in der Tiefe auch größere Erzanreicherungen entdeckte, entwickelte man neue Technologien, um auch diese Schätze zu heben.
Im Bergwerk Büchenberg dauerte dies bis etwa 1925, als die allgemeine Wirtschaftskrise und deutlich billigere Importe den heimischen Bergbau unrentabel machten. Erst im 3. Reich besann man sich auf die Vorkommen und baute sie vor allem für die Rüstungsindustrie ab. Auch nach 1945 transportierte man die Erze mit einer eigens konstruierten, fast neun Kilometer langen Drahtseilbahn nach Minsleben und von dort in Waggons zur endgültigen Verarbeitung nach Calbe.
Im Jahr 1970 stellte man den Bergbau in Büchenberg ein. Seither ist die ehemalige Grube ein Schaubergwerk: Die Besucher können sich auf einem 600 m langen Rundgang ein Bild von der harten Arbeit der Bergleute machen und dabei zugleich die aus damaliger Sicht hochmodernen Apparaturen und Gerätschaften bestaunen. Ein sehr ansprechend gestaltetes Museum unter Tage hält nicht nur unterschiedliche Exponate aus der Bergbauzeit bereit, sondern es dient auch als stilvolles Ambiente für größere Festlichkeiten im privaten Bereich.





