Plessenburg bei Wernigerode
Heute ist die Plessenburg ein Ortsteil von Ilsenburg, der genau genommen nur aus wenigen Häusern besteht.
1775 baute ein Graf aus dem Hause Stolberg-Wernigerode ein üppiges Jagdhaus im Süden von Ilsenburg, das er Plessenburg nannte. Verständlicherweise war seine Nutzung lediglich den hohen Herrschaften vorbehalten. Für das Personal errichtete man etwas später einen Fachwerkbau. Im 19. Jahrhundert gab es ganz in der Nähe des Jagdhauses ein Forsthaus, wo auch das gemeine Volk entspannen durfte.
Die beiden Anwesen, die ursprünglich den Grafen gedient hatten, verband man nach dem Zweiten Weltkrieg zu einer Einheit, die kurz darauf zu einem beliebten Ausflugsziel wurde – eine Tendenz, die sich bis heute nicht nur gehalten, sondern sogar noch verstärkt hat. Denn heute ist der gesamte Komplex ein beliebtes Ausflugsziel. Vor allem auf dem Weg zum oder vom Brockengipfel ist er ein gerne frequentierter Ort. Die gemütliche Gastlichkeit zieht aber auch viele Gäste an, die nur zum Entspannen oder zum Feiern dorthin ziehen.
So sind die Himmelfahrtveranstaltungen auf der großen Wiese – zünftig mit Blasmusik und deftigen Köstlichkeiten – ebenso beliebt wie die Veranstaltungen zu Walpurgis oder zum Karneval. In den Sommermonaten kann man mit dem Bus hinfahren, allerdings sind auch die Fußwege äußerst lohnenswert.





